Familie Zeller aus Martinszell  
 
Freitag, 28.04.2017

Geschichte der Familie Zeller aus Martinszell

Im Schicksal der Familie schlagen sich immer auch die großen Zeitereignisse nieder.
Dies versuchen die folgenden Seiten zu zeigen:

um 1500
Die Herkunft der Familie Zeller aus Martinszell - aus welchen Quellen speist sich die Tradition? Darüber berichtet die Seite
"Martinszell - eine Fahrt in die Geschichte der Familie Zeller"

1516

Aus der frühen Regierungszeit Zeit des unberechenbaren Herzogs Ulrichs berichtet die Seite:
Konrad Vaut - Der Vogt von Cannstatt(hingerichtet 1516)

1534
Anlässlich einen Familientages in Lauffen am Neckar berichtete Gerhard Zeller über
Die Schlacht von Lauffen - Württemberg wird evangelisch“

1550
Der Hohentwiel
– nie eroberte württembergische Grenz- und Landesfestung: Dort hat um 1538-1545 der Stammvater Hans Zeller als Baumeister gearbeitet . Einen kurzen Überblick über die Geschichte der Festung gibt die Seite
"Spuren der Zellers"
Näheres über das Leben des Baumeisters Hans Zeller ist auf der Seite
"Hans Zeller († 1569/1574) - Der Weg des Stammvaters von Martinszell nach Tuttlingen"
zu finden

1634
Der 30jährige Krieg hat Württemberg furchtbar getroffen. Darüber berichtet die Seite:
"Württembergs Katastrophenjahre 1634 und 1635 und ihr Niederschlag in den Schicksalen der Ahnen"

1600-1750
Ein Enkel des Baumeisters Johannes Zeller wird Pfarrer in Rotfelden im Schwarzwald. Über dessen Söhne berichtet die Seite:

"Die vier Brüder Zeller in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges". Sie sind die Stammväter der vier Linien der Zeller-Familie: Bebenhausen, Stuttgart, Denkendorf und Maulbronn.

Das Kloster Bebenhausen als evangelische Bildungsstätte ist Thema einer weiteren Seite:
"Vier evangelische Äbte von Bebenhausen und ihre verwandtschaftliche Beziehung zur Familie Zeller", vorgestellt in einem Vortrag von Dr. Herbert Leube. Dort sind auch Ansichten der prachtvollen Epitaphien folgender Äbte zu finden:
Johann Konrad Zeller / Eberhard Bidembach,
Jakob Hailbronner / Johann Andreas Hochstetter und
Christian Hochstetter / Christoph Friedrich Stockmayer.

Das Kloster Denkdorf, evangelische Klosterschule ist Thema der folgenden Seite:
"Denkendorf und die Zellerfamilie", wo besonders auf den damaligen Klosterpräzeptor und späteren Prälaten Johann Albrecht Bengel eingegangen wird

1711
in Calw kam es 1711 zu einem heftigen
Streit  zwischen dem Dekan Johann Philipp Zeller und einigen reichen Calwer Familien. Die Kirchenleitung in Stuttgart hielt den Streit für so gefährlich, dass sie von Stuttgart aus direkt eingriff und eine Schlichtungskommission nach Calw entsandte.

1820
Aus der Zeit nach Napoleons berichtet die Seite über
Schloss Beuggen am Rheinufer, gegenüber der Schweiz. Dargestellt wird seine lange Geschichte als Schloss der Deutschordensritter ab 1246 und als Erziehungsanstalt unter
Christian Heinrich Zeller ab 1820.

1848
Theodor Mögling und die Revolution 1848/1849
An der Revolution hat neben Theodor Mögling auf Seiten der Aufständischen teilgenommen:
Ernst Friedrich Hauff (1822-1849) - Württembergischer Offizier und Revolutionär

1914-1918
Über den Ersten Weltkrieg berichtet die Seite
Der Erste Weltkrieg - im Spiegel der Briefe Gefallener“. Aufgenommen sind Briefe von
Eugen Zeller, gefallen 1914 und
Friedrich Zeller, gefallen 1916.

1933-1939
Kirchenkampf in Weinsberg. Von Dekan Hermann Zeller


1939-1945
Am Ende des Zweiten Weltkrieges und in den Wochen nach dem Zusammenbruch versuchten viele Familienangehörige ihre Bekannten und Verwandten über ihr Ergehen zu informieren. Briefe, von denen sie oft nicht wussten, ob sie ihr Ziel auch erreichen würden, sind gesammelt auf der Seite: 
"Berichte und Erinnerungen aus der Familie Zeller am
Ende des Zweiten Weltkriegs"

Einen ästhetisch schöner Anhang an die Geschichtsseiten sind die
Wappenseiten: Wappen - der Familie Zeller und 40 weiterer verwandter Familien

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Die Herkunft der Familie Zeller:

  • Der Name Zeller. Der Familienname Zeller kommt häufig vor. Er bezeichnet eine Familie, die aus der Ortschaft Zell stammt. Wahrscheinlich gibt es ebenso viele Zellerfamilien in Deutschland wie Orte des Namens Zell (mit und ohne Vornamen).

  • Herkunft der Familie. Die erste Zeller dieser Familie erhielt seinen Namen, als er nach 1538 sich als Steinmetz und Baumeister von Herzog Ulrich zum Ausbau der Festung Hohentwiel verdingen ließ. Er hieß Konrad und kam zusammen mit seinem Sohn Hans aus Martinszell im Allgäu. Man nannte ihn und später seine Nachkommen die Zeller. Konrad und Hans Zeller haben ihr Steinmetzzeichen zweimal am Fürstenbau des Hohentwiel hinterlassen.

  • Hans Zeller wurde als Baumeister Bürger der württembergischen Amststadt Tuttlingen und bestimmte seinen ältesten Sohn zum Theologiestudium. Dieser Sohn Johannes rückte durch seine Heirat mit Walburga Haag, der Tochter eines Ratsverwandten in Tübingen, in die Gesellschaftschicht der württemberischen Ehrbarkeit auf. Sein Sohn Johannes folgte ihm im Pfarramt von Rotfelden nach. Bei der Neuerrichtung der dortigen Kirche erscheint sein Name in der Bauinschrift über dem Südportal der Kirche. Sein Grabstein ist in der Kirche erhalten.

  • Die vier Söhne des Rotfeldener Pfarrers Johannes Zeller II stiegen dann in die Führungsschicht des württembergischen Herzogtums auf. Sie bekleideten hohe kirchliche Ämter und staatliche Ämter und waren die Begründer der vier Zeller-Stammlinien:
 
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Johann Konrad Zeller (1603 - 1683) Prälat und Vorsteher der Klosterschule in Bebenhausen, Mitglied des engeren Landschaftsausschusses (das entspricht etwa dem Präsidium eines Parlaments)
( ZB 16)

Christoph Zeller (1605 - 1669)
Hofprediger in Stuttgart und
Probst zu Denkendorf. (ZB 190)

Johann Ulrich Zeller (1615 - 1673) Geheimer Regimentsrat, d.h. herzoglicher Minister in Stuttgart (ZB 386)
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Johannes Zeller (1620 - 1694)
Prälat und Klostervorsteher in Maulbronn. (ZB 393)

Christian Heinrich Zeller (1779-1860),
ein bedeutender Pädagoge, gründete die Armenschullehrer- und Kinderrettungsanstalt Beuggen bei Rheinfelden. (ZB 427)

 Albert Zeller (1833-1921)
wanderte in die USA aus und wurde der Stammvater einer zahlreichen Zeller-Nachkommenschaft. (ZB § 57)
 

  • Die Mehrzahl der Nachkommen dieser vier Zellerbrüder waren im 18. Und 19. Jahrhundert württembergische Pfarrer. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts breitete sich die Familie im Dienst der Mission und über Auswanderung in die USA weit über die Welt aus.


  • In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde von einem Teil der Familie eine Zeller-Familienstiftung gegründet. Die Kinder des Pfarrers Heinrich Hartmann Zeller hatten die Erfahrung gemacht, dass sie und ihre Mutter nach dem frühen Tod ihres Vaters finanziell unversorgt waren. Um in solchen Fällen künftig helfen zu können, gründeten sie 1838 einen Familienhilfsfonds und trafen sich alle 4 Jahre zu einem Familientag. So entstand der später so genannte kleine Zellertag, aus dem der Heinrich Hartmann Zellerische Familienverein hervorging. Die größere Zellerfamilie, also die Nachkommen aller drei noch existierenden Zellerlinien, kam 1857 zum ersten Mal zum großen Zellertag zusammen. Dieses Zellertreffen wurde von einem Familienrat vorbereitet und in unregelmäßiger Folge wiederholt Auf Initiative des Konsistorialpräsidenten Hermann Zeller wurde von den Teilnehmern des Zellertags 1927 der Martinszeller Familienverein gegründet, der von da an alle zwei Jahre dieses Familientreffen zusammenrief. Die beiden Zellervereine schlossen sich dann 1976 zum Martinszeller Verband e.V. zusammen. Der Martinszeller Verband versammelt nicht nur Zeller-Namensträger, sondern alle, die sich als Nachkommen der Zellerstammlinien der Zellerfamilie zugehörig fühlen.

                                                                 

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